Angeln auf Meerforellen

Hier schreibt der Erfinder von Kvalvik Bait über das Angeln auf Meerforelle.Min største ørret

Der Frühling ist die Hochsaison für das Angeln auf Meerforellen, und die gefräßigen Torpedos, auch „Silber des Meeres“ genannt, können überall entlang unserer Küste gefangen werden.

Meerforellen halten sich meist in angemessener Nähe zu ihren Heimatflüssen auf, nur selten entfernen sie sich weiter als 30 bis 40 Kilometer. Wer sich auf die Suche nach guten Angelplätzen für Meerforellen in Meer und Fjord begibt, sollte sich deshalb an den Mündungen von Flüssen orientieren, in denen Meerforellen vorkommen.

Ihren Aufenthalt im Meer nutzt die Meerforelle zum Fressen, bevor sie im Sommer oder Herbst zum Laichen in die Flüsse aufsteigt. Gerne suchen die Forellen solche Bereiche auf, die reich an Nahrung sind. Besonders typisch sind Bereiche mit so genanntem „Leopardengrund“, da dieser den Beutetieren der Meerforelle ideale Lebensbedingungen bietet. Wenn das Wasser im Winter und im Frühjahr kalt ist, sucht die Meerforelle gerne Bereiche auf, in denen der Salzgehalt des Wassers relativ niedrig ist. Das ist meist in der Nähe von kleinen Flüssen und Bächen der Fall, die ins Meer münden. Auch Bereiche mit deutlicher Strömung sind ideal. Wenn zum Beispiel eine kleine Landzunge weit in eine flache Bucht ragt, können Sie ziemlich sicher sein, dass sich dort Forellen aufhalten.

Die beste Zeit zum Fischen auf Meerforellen beginnt meist Ende April und dauert bis Juni an. Das ist etwas später als in südlichen Breitengraden, da die Wassertemperatur im Norden erst später ansteigt. Meist geht es erst nach Ostern so richtig los. Man sollte aber immer darauf achten, die in Norwegen geltenden Angelregeln einzuhalten, einschließlich jener die vorschreibt, dass man von Flussmündungen mindestens 100 Meter Abstand halten muss.

Ein Spaziergang entlang des Ufers an einem lauen Frühlingstag ist immer ein lohnendes Unterfangen. Nehmen Sie eine Angelrute und ein paar fängige Köder mit – das ist alles was Sie benötigen, um einen aufregenden Ausflug zu erleben. Und mit ein wenig Glück können Sie sich so vielleicht sogar das Abendessen sichern.

Für Bootsangler sind die Möglichkeiten noch größer – zum Beispiel dann, wenn man das Schleppangeln entlang der Küste und in der Nähe guter Uferangelstellen betreibt.  Alternativ können Sie auch weiter rausfahren und dort fischen – in einer Meerenge zwischen Inseln, an Riffen und in anderen strömungsreichen Bereichen. Forellenfischen ist etwas, was jeder probieren und mit einer einfachen Köderauswahl bewerkstelligen kann. Es ist wirklich spannend, wenn die Forelle sich den Köder schnappt, Schnur nimmt und die Rolle zum Singen bringt.

Hochsaison für Meerforelle

Die Meerforelle ist ein gefräßiger Räuber, der immer auf der Suche nach Nahrung ist. Und allgemein kann gesagt werden, dass man Forellen immer dort findet, wo es genügend Verstecke und Nahrung – denn dies sind zwei ihrer Grundbedürfnisse.

Die Kombination aus idealer Wassertemperatur und reichlichem Nahrungsangebot macht den April zu jenem Monat, in dem sich Forellen im Meer und in den Fjorden am besten fangen lassen.

Im Frühjahr ziehen die Fische in flaches Wasser, um dort nach Nahrung zu suchen, die Laichfische bereiten sich auf die Wanderung in die Flüsse vor. Wenn die Temperaturen ansteigen, werden die Fische immer aktiver.

Forellenangeln im Meer

Eine Handvoll Meerforellenfliegen, gebunden von Ørjan Lauknes von Andresen Våpenforretning in Tromsø.Sjøørret fluer

Meerforellen sind Allesfresser. Kleine Fische, verschiedene Schalentiere und Muscheln, Krabben, Sandgarnelen und Borstenwürmer sind bei ihnen gleichermaßen beliebt. Der Angler sollte daher versuchen, mit seinem Köder die natürliche Nahrung der Meerforellen zu imitieren. Und wenn Sie Kvalvik Bait in Kombination mit den traditionellen Fangmethoden verwenden, wird dies Ihre Fangchancen nochmals steigern.

Eigentlich kann man mit fast allen Ködern, die man gerade zur Hand hat, auf Meerforellen fischen. Doch längliche, glänzende Köder sind immer eine gute Wahl. Zu Beginn des Jahres, wenn das Wasser noch kalt ist, funktionieren transparente Köder in Kombination mit Blau, Grün oder Weiß oft am besten. Relativ kleine Köder (5 bis 15 Gramm) werden bevorzugt eingesetzt. Eine Auswahl von Löffeln, Spinnern und Wobblern sollte immer zur Hand sein. Bei den Farben sind poliertes Kupfer, Blau, Rot, Schwarz oder Grün zu empfehlen. Und je dunkler es im Wasser ist, desto dunkler sollten auch die Köder sein, die Sie verwenden.

Den meisten Spaß werden Sie mit einer relativ langen und sensiblen Angelrute haben. Eine bis zu 3,60 Meter lange Rute mit einem Wurfgewicht von 5 bis 20 Gramm ist am besten geeignet. Am häufigsten sind Meerforellen mit einem Gewicht zwischen einem und drei Pfund, aber auch der Fang größerer Exemplare ist jederzeit möglich.

Die Verwendung von Blinkern ist beim Meerforellenangeln recht verbreitet, aber viele probieren es auch mit der Fliegenrute, oder mit einer Fliege, die an einem etwa drei Meter langen Vorfach und vorgeschaltetem Sbirulino gefischt wird.

Mitunter wird auch mit Naturködern auf Meerforellen geangelt. Posenmontagen eigen sich hierfür besonders gut, als Köder kommen Garnelen, kleine Heringe, Stücke von Makrelenfilets und andere Spezialitäten in Frage. Einige Angler gehen bei Ebbe am Strand auf die Suche nach Watt- und Seeringelwürmern und nutzen diese dann als Köder.

Das Waten kann beim Angeln auf Meerforellen sinnvoll sein – vor allem dann, wenn man an Stränden und in flachen Bereichen unterwegs ist. Dabei ist es jedoch wichtig, sich sehr ruhig durchs Wasser zu bewegen, um zu vermeiden, dass die Fische verschreckt werden. Das gleiche gilt aber auch für das Uferangeln. Auf den letzten Metern zum Angelplatz sollte man sich deshalb immer sehr ruhig und vorsichtig verhalten.

Jeder Tag ist anders. An manchen Tagen kann es einfach sein, eine Meerforelle zu fangen, an anderen wiederum sehr schwer. Manchmal wollen die Fische einfach nicht beißen. Oder, was noch irritierender ist: sie folgen dem Köder und drehen direkt vor unseren Füßen wieder ab. Ein guter Trick kann es in solchen Fällen sein, wenn man einfach einen kurzen Spinnstopp einlegt. Oft packen die Forellen dann doch noch zu.

Meerforellenangeln im Süßwasser

Sobald im Herbst die dunkle Zeit beginnt, lassen sich Meerforellen auch sehr gut in Flüssen fangen, die in Meer oder Fjord münden. Die gängigsten Köder sind dann Blinker und Fliegen – also im Prinzip die gleichen Köder, die auch beim Angeln auf Lachs zum Einsatz kommen.